Nachhaltigkeitsbericht 2022

Sich für das Tierwohl einsetzen

Sich für das Tierwohl einsetzen

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Unsere acht Ziele für mehr Tierwohl

Mit acht Zielen setzen wir uns systematisch dafür ein, das Tierwohl zu verbessern und zusätzlich unser Sortiment an pflanzlichen Alternativen weiter auszubauen.

Tierschutz­management­system

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Unser Ziel: Einführung eines Tierschutzmanagementsystems

Unser Ziel:

EDEKA Südwest entwickelt ein Tierschutzmanagementsystem, das bis 2027 in allen für die eigene Zerlegung anliefernden deutschen Schlachthöfen (Rinder, Schweine und Geflügel) zum Einsatz kommt.

Entwicklung von Standards

Gültig für die Schlachtung von Rindern und Schweinen.

2018

Auditierung von 11 Schlachthöfen

Anpassung und Erweiterung der Tierschutz­management­kriterien.

2021

Auditierung von 15 Schlachthöfen

Die Schlachthöfe liefern Schweine- und Rindfleisch an EDEKA Südwest.

2022

Unser Ziel

Alle anliefernden deutschen Rinder-, Schweine- und Geflügel-Schlachhöfe arbeiten nach einem definierten Tierschutz­management­system.

2027

Tierschutz­management­system

Mit der Entwicklung eines Tierschutzmanagementsystems setzt sich EDEKA Südwest dafür ein, dass anliefernde Schlachthöfe Tierschutzrisiken kennen, überwachen und belegbar beherrschen. 2022 wurden insgesamt 15 Schlachthöfe, die Schweine- und Rindfleisch an EDEKA Südwest liefern, von einer neutralen Stelle auditiert. 

Regelmäßig besuchen unsere vier Tierschutzbeauftragten die Partnerbetriebe der Markenfleischprogramme. 

Bei den Schlachthöfen für unsere Markenfleischprogramme wie Hofglück Schwein und Gutfleisch wird das Tierschutzmanagementsystem konsequent umgesetzt.

Unsere Tierschutzbeauftragten haben das Wohl von Schweinen, Geflügel und Rindern im Blick.

Regionale Eier

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Unser Ziel: Erhöhung des Absatzanteils regionaler Eier

Unser Ziel:

Bis 2027 beträgt der Absatzanteil regionaler Eier von „Unsere Heimat – echt & gut“ mindestens 40 % des Eier-Gesamtsortiments.

Entwicklung des Absatzanteils regionaler Eier von „Unsere Heimat – echt & gut“ am Eier-Gesamtsortiment

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Regionale Eier

Frische Eier von Erzeugerbetrieben aus dem Südwesten bietet unsere Regionalmarke „Unsere Heimat – echt & gut“.  Wir konnten die Verfügbarkeit regionaler Eier 2022 weiter ausbauen und haben unseren Zielwert, den wir jedes Jahr halten wollen, damit erreicht. Alle Frischei-Erzeugerinnen und -Erzeuger der Marke sind seit 2021 Teil der Initiative „Huhn & Hahn“, bei der auch die männlichen Küken aufgezogen werden.

EDEKA Südwest vertreibt über seine Großhandelslager im Frisch-Ei-Sortiment ausschließlich Eier, die KAT-geprüft sind. Der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltung (KAT) sichert als Prüfinstanz die Herkunft und Rückverfolgbarkeit bei Eiern aus Bio-, Freiland- und Bodenhaltung. Dafür hat er ein System zur Überprüfung aufgebaut, das alle Produktionsstufen einbezieht. 

Frische Eier der Regionalmarke „Unsere Heimat – echt & gut“ tragen die rote Banderole mit dem grünen (Bio) oder roten Logo der Initiative „Huhn & Hahn“.
„2 in 1 Huhn“ von regionalen Geflügelhöfen

Mit dem Projekt „2 in 1 Huhn“ möchte EDEKA Südwest gemeinsam mit dem Deutschen Tierschutzbund neue Wege in der Geflügelhaltung gehen und sich für mehr Tierschutz einsetzen.

KAT dient der Rückverfolgung und Herkunftssicherung von Eiern. Seit 2004 ist der Eier-Code innerhalb der Europäischen Union gesetzlich vorgeschrieben.

Schweine in Haltungsform Stufe 4

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Unser Ziel: Erhöhung des Anteils der Schweine aus tiergerechterer Haltung

Unser Ziel:

Bis 2027 beträgt der Anteil der Schweine, die im Hofglück-Programm oder unter ökologischen Bedingungen aufwachsen, mindestens 30 % aller angelieferten und verarbeiteten Schweine bei EDEKA Südwest Fleisch.

Entwicklung des Anteils der Schweine, die im Hofglück-Programm oder unter ökologischen Bedingungen aufwachsen

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Seit 2022 werden auch Bio-Schweine in die Berechnung einbezogen.

Schweine im Hofglück-Programm

Unsere Eigenmarke Hofglück steht für Fleisch der Premiumstufe. Die Lieferantenbetriebe stammen alle aus dem Südwesten Deutschlands. 2022 konnten wir weitere neue Betriebe gewinnen, um kontinuierlich die Zahl der Hofglück-Schweine zu erhöhen. Die Anzahl der Hofglück-Schweinebetriebe ist somit auf insgesamt 64 Betriebe gestiegen. Hofglück ist in die höchste Stufe 4 der Haltungsform eingruppiert. Zudem haben wir unser Ziel dahingehend angepasst, dass nun auch Schweine, die unter ökologischen Bedingungen aufwachsen, mit einberechnet werden. Wir bieten bei Schweinefleisch-Artikeln für die Bedientheken und im Selbstbedienungsbereich mindestens Haltungsform Stufe 2 oder höher über unsere Markenfleischprogramme (Gutfleisch, Hofglück) an. Gutfleisch ist ein eingetragenes Programm der Haltungsform Stufe 2 mit 395 Betrieben, die in Südwestdeutschland Schweine halten. 

 Punkte im Bild antippen bzw. anklicken, um mehr über Hofglück zu erfahren.

5 xR

Für alle unsere Hofglück-Produkte ist 5xR (Regionalität) gewährleistet. Das
bedeutet, dass die Tiere in unserem Vertriebsgebiet geboren, aufgezogen, gemästet, geschlachtet und verarbeitet werden. 

Neuer Hofglück-Landwirt

Alexander Ruhland ist seit 2022 Teil des Markenprogramms Hofglück. Dafür hat er seinen Betrieb (Foto oben) umgebaut.

EDEKA Südwest liefert die Stadionwürste für die Fußballvereine SC Freiburg und Karlsruher SC. Der Rohstoff stammt dabei von Schweinen aus dem Hofglück-Programm.

Schwarzwald Bio-Weiderind

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Unser Ziel: Erhöhung der Anzahl der Schwarzwald Bio-Weiderinder

Unser Ziel:

Bis 2027 steigert EDEKA Südwest Fleisch die Anzahl der Schwarzwald Bio-Weiderinder auf 2.500 pro Jahr.

Entwicklung der Anzahl von Schwarzwald Bio-Weiderindern

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Seit 2022 werden auch Kühe miteinberechnet.

Schwarzwald Bio-Weiderind

Schwarzwald Bio-Weiderind steht für ökologische Landwirtschaft, Regionalität und tiergerechtere Haltung. Zudem tragen Schwarzwald Bio-Weiderind-Artikel die höchste Stufe 4 der Kennzeichnung „Haltungsform. Die Tiere der Erzeugergemeinschaft Schwarzwald Bio-Weiderind sind mindestens von Mai bis Oktober durchgehend auf den Wiesen und Weiden des Schwarzwalds und finden dort natürliches Futter wie saftiges Gras und Weidekräuter. Die Tiere tragen so dazu bei, das typische Landschaftsbild des Schwarzwalds zu erhalten. Alle Betriebe sind nach strengen Bio-Verbandsrichtlinien, größtenteils nach den Naturland-Kriterien zertifiziert. Zusätzlich setzt die Erzeugergemeinschaft überwiegend auf Mutterkuhhaltung. Das bedeutet, dass die Kälber nach der Geburt bei den Muttertieren bleiben und im Herdenverband aufwachsen. Außerdem werden zusätzlich auch Kälber aus Milchviehbetrieben aufgezogen. Ab 2022 rechnen wir bei der Erfassung der vermarkteten Schwarzwald Bio-Weiderinder auch die Kühe mit ein. EDEKA Südwest unterstützt die kuhgebundene Kälberaufzucht darüber hinaus durch die Zusammenarbeit mit der Erzeugergemeinschaft „Demeter HeuMilch Bauern“. Ein weiteres Projekt: das Badische Bauernkalb, bei dem die regionale Aufzucht und Vermarktung der Tiere in der Region Baden im Fokus steht. Die Kälber werden von der Kälbermast Benz in Friesenheim wöchentlich von anderen Höfen abgeholt. Der Betrieb zieht die Tiere in kleinen Gruppen auf Stroh und mit natürlichen Futtermitteln auf, bis sie weiter vermittelt werden. Das ermöglicht eine besondere Transparenz, da Aufzucht, Mast, Transport und Verkauf aus einer Hand erfolgen. Als Partner von EDEKA Südwest wird das hochwertige und zarte Fleisch in den Märkten der Region angeboten. 

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Monate

sind die Tiere bei Schwarzwald Bio-Weiderind mindestens auf der Weide.

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Beim Wettbewerb „Faire Partner“ der Fachzeitschriften top agrar und Lebensmittel Praxis hat die Jury die Partnerschaft von Schwarzwald Bio-Weiderind und EDEKA Südwest mit dem zweiten Platz ausgezeichnet.
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Betriebe

sind Teil der Erzeugergemeinschaft Schwarzwald Bio-Weiderind.

Seit 1998 werden durch die Kooperation mit der Erzeugergemeinschaft landwirtschaftliche Bio-Betriebe in der Region unterstützt.
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Betriebe

aus den Regionen Bodensee, Allgäu, Linzgau und Oberschwaben stehen hinter der Erzeugergemeinschaft „Demeter HeuMilch Bauern“.

Beim Badischen Bauernkalb steht die regionale Aufzucht und Vermarktung der Tiere in der Region Baden im Fokus. Aufzucht, Mast, Transport und Verkauf erfolgen aus einer Hand.

Regionale Lamm-Programme

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Unser Ziel: Erhöhung des Anteils von Lammfleisch aus regionaler Haltung

Unser Ziel:

Bis 2027 beträgt der Anteil von Lammfleisch aus regionaler Haltung 25 % am gesamten Absatz von Lammfleisch bei EDEKA Südwest Fleisch.

Entwicklung des Anteils von Lammfleisch aus regionaler Haltung

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Regionale Lamm-Programme

Seit hunderten von Jahren prägen Wanderschäferinnen und -schäfer die Landschaften im Südwesten Deutschlands. EDEKA Südwest möchte die natürliche und traditionelle Schafhaltung mit heimischen Lammfleisch-Programmen aus Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz unterstützen. Dafür haben wir Kooperationen mit regionalen Erzeugergemeinschaften geschlossen: Grünland Spessart Lamm, Rheinland-Pfälzer Lamm und Württemberger Lamm. 2022 war die Nachfrage nach regionalem Lammfleisch geringer. An unserem Zielwert, dass der Anteil von regionalem Lammfleisch 25 Prozent am gesamten Absatz von Lammfleisch beträgt, halten wir trotzdem fest. 

Um die traditionelle Schafhaltung in der Region zu erhalten, entstand 2003 durch die Kooperation mit der Lammfleischerzeugergemeinschaft Baden-Württemberg das Markenfleischprogramm Württemberger Lamm.
Das Markenfleischprogramm Rheinland-Pfälzer Lamm ist eine Kooperation mit der Erzeugergemeinschaft Weideland w. V. Die Erzeugergemeinschaft ist ein Zusammenschluss von Schafhaltungsbetrieben aus Rheinland-Pfalz.
Seit 2019 kooperiert EDEKA Südwest mit Grünland Spessart Lamm.

Nachhaltigerer Fisch

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Unser Ziel: Erhöhung des Anteils von zertifizierten Fisch-Artikeln

Unser Ziel:

Mit unseren zertifizierten Fisch-Artikeln (ASC, MSC und Bio) erreichen wir 2027 einen Anteil von über 60 % am Gesamtlagerumsatz (bezogen auf Fisch-relevante Warengruppen in Selbstbedienung und an der Bedientheke).

Entwicklung des Anteils zertifizierter Fisch-Artikel

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Nachhaltigerer Fisch

Gemeinsam mit dem WWF setzt sich EDEKA schon lange für einen Ausbau des Angebots von Fisch und Meeresfrüchten aus verantwortungsvollen Quellen ein. Das MSC-Siegel vom Marine Stewardship Council kennzeichnet Wildfisch aus nachhaltiger Fischerei. Das ASC-Siegel wird vom Aquaculture Stewardship Council vergeben und kennzeichnet Fisch und Meeresfrüchte aus verantwortungsvollen Aquakulturen. 2022 hat sich EDEKA Südwest ein eigenes Ziel gesetzt: Mit unseren zertifizierten Fisch-Artikeln wollen wir bis 2027 einen Anteil von über 60 Prozent am Gesamtlagerumsatz erreichen. Wir sind auf einem guten Weg: Im Juli 2022 waren in unseren Märkten bereits 80 Prozent der Frischetheken MSC- und ASC-zertifiziert und konnten die Siegel zur Auslobung nutzen. Dafür müssen die Mitarbeitenden an den Frischetheken eine Schulung zum Umgang mit MSC- und ASC-zertifizierter Ware absolvieren.

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Artikel

die mit dem MSC-Sigel gekennzeichnet sind, haben wir im Selbstbedienungs- und Bedientheken-Sortiment.

EDEKA Südwest bietet beispielsweise MSC-zertifiziertes Filet vom schwarzen Heilbutt an.
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der Frischetheken

in den Märkten von EDEKA Südwest sind bereits MSC- und ASC-zertifiziert.

Regionale Milch

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Unser Ziel: Regionale Frischmilch aus Haltungsform Stufe 3

Unser Ziel:

Bis 2027 stammen 100 % der Frischmilch von der Regionalmarke „Unsere Heimat – echt & gut“ aus der Haltungsform Stufe 3.

Frischmilch von „Unsere Heimat – echt & gut“

Wir haben uns ein neues Ziel für mehr Tierwohl bei regionaler Milch gesetzt.

2022

Unser Ziel

Bis 2027 stammt die komplette Frischmilch unserer Regionalmarke aus Haltungsform Stufe 3.

2027

Regionale Milch

Viele Kundinnen und Kunden möchten nicht nur beim Einkauf von Fleisch, sondern auch bei Milch, zu Produkten aus tiergerechterer Haltung greifen. Deshalb haben wir uns 2022 als neues Ziel gesetzt, alle Frischmilch-Produkte unserer Regionalmarke „Unsere Heimat – echt & gut“ bis 2027 auf Haltungsform Stufe 3 umzustellen. Haltungsform Stufe 3 bedeutet unter anderem, dass die Kühe Kontakt mit dem Außenklima haben und ausschließlich Futter ohne Gentechnik erhalten. Der erste Lieferantenbetrieb, die Molkereigenossenschaft Hohenlohe-Franken eG in Schrozberg, wird im ersten Quartal 2023 auf Haltungsform Stufe 3 umstellen.

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Gründungsjahr

der Molkereigenossenschaft Hohenlohe-Franken eG in Schrozberg. Seit 2011 liefert sie an EDEKA Südwest.

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Von „Unsere Heimat – echt & gut“ gibt es Milch in verschiedenen Ausführungen, z. B. als frische Vollmilch (3,7 % Fett).
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Bio-Betriebe

und 100 konventionelle Betriebe gehören in etwa zur Molkereigenossenschaft Hohenlohe-Franken eG in Schrozberg, die als Genossenschaft organisiert ist.

Pflanzliche Alternativen

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Unser Ziel: Anteil pflanzlicher Milch- und Wurstalternativen erhöhen

Unser Ziel:

Mit unseren „pflanzlichen Alternativen“ erreichen wir 2027 einen Anteil von 25 % in der Warengruppe Milch und einen Anteil von 20 % in der Warengruppe Wurst in Selbstbedienung bezogen auf den Umsatz.

Entwicklung Anteil pflanzlicher Milch- und Wurstalternativen

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Pflanzliche Alternativen

In weiten Teilen der Gesellschaft wächst das Interesse an vegetarischer und veganer Ernährung. Besonders Fleisch- und Milchersatzprodukte sind ein wichtiges Thema. Unser bisheriges Ziel, die Menge der an unseren Vegitheken verkauften vegetarischen und veganen Produkte zu verdoppeln, haben wir erweitert und betrachten jetzt ganze Warengruppen, und zwar Milch sowie Wurst in Selbstbedienung. Auch unsere Produktionsbetriebe und unsere Markt-Bäckereien bleiben weiter im Fokus. So haben wir beispielsweise für unsere Markt-Bäckereien gemeinsam mit unserem Ernährungsservice vegetarische Snacks entwickelt. Wir haben Hybrid-Produkte aus Gemüse und Fleisch im Sortiment und über Marketing-Maßnahmen – beispielsweise zum Veganuary – wollen wir Kundinnen und Kunden für pflanzliche Alternativen begeistern. Auch Mitarbeitende in den Märkten schulen wir mit der Einführung einer Fachkraftausbildung Veggi/ Vegan.

Mit unserer Vegithek bieten wir 39 vegetarische und vegane Produkte an der Bedientheke an. Diese sind entweder ganzjährig oder saisonal verfügbar.
Immer wieder neue Artikel an den Frischetheken: hier z. B. unsere vegetarischen Wintergemüsemaultaschen.
Das Prinzip des EDEKA Mix-Tellers lässt sich, wie hier abgebildet, auch als vegane Variante umsetzen.